Artikel: DigeZyme®: Fünf ausgewählte Enzyme für Sport, Energie und Alltag
DigeZyme®: Fünf ausgewählte Enzyme für Sport, Energie und Alltag
DigeZyme® vereint fünf Verdauungsenzyme, die Stärke, Eiweiße, Fette, Ballaststoffe und Milchzucker aufspalten. Wir erklären, wie die Enzyme im Körper arbeiten, was Studien zu Reizmagen und Muskelkater zeigen, wo ihre Grenzen liegen und worauf Sie achten sollten – verständlich erklärt und wissenschaftlich belegt.

ⓘ Dieses Bild wurde mit KI generiert.
DigeZyme®: Zusammensetzung, Studien und Anwendung des Multi-Enzym-Komplexes
Enzyme werden schnell mit der Verdauung in Verbindung gebracht – doch es steckt mehr dahinter. So findet sich der Enzym-Komplex DigeZyme® heute in ganz unterschiedlichen Nahrungsergänzungsmitteln – auch in Produkten für Sport und einen aktiven Alltag. DigeZyme® vereint fünf Enzyme, die Stärke, Eiweiße, Fette, Ballaststoffe und Milchzucker spalten. Erste Studien deuten darauf hin, dass der Enzym-Komplex Völlegefühl und Blähungen bei Reizmagen sowie Muskelkater nach dem Sport lindern kann.

Abbildung 1: Übersicht Nährstoffe (KI generiertes Bild von Chat GPT)
Was ist DigeZyme®?
DigeZyme® ist ein sogenannter Multi-Enzym-Komplex. Es ist eine Mischung aus fünf Verdauungsenzymen, die gemeinsam verschiedene Bestandteile der Nahrung aufspalten [1].
Enzyme sind Eiweißstoffe, die im Körper als „Werkzeuge“ arbeiten. Sie spalten große Bausteine der Nahrung in kleinere Teile, die dann im Darm aufgenommen werden können.
Das Besondere an DigeZyme®:
- Mikrobieller Ursprung: Die Enzyme werden nicht aus tierischem Gewebe gewonnen, sondern mithilfe von Pilz- und Bakterienkulturen durch Fermentation hergestellt [1]. Bei der Fermentation wachsen diese Mikroorganismen in einer Nährlösung und geben dabei die Enzyme ab, die anschließend abgetrennt und gereinigt werden.
- Vegan und glutenfrei: DigeZyme® ist frei von tierischen Bestandteilen und Gluten.
- Rohstoff: DigeZyme® ist ein Rohstoff, der vom Hersteller Sabinsa hergestellt und als Zutat an Firmen geliefert wird. Diese stellen daraus Nahrungsergänzungsmittel her.
Die fünf Enzyme in DigeZyme® und ihre Aufgaben
Jedes der fünf Enzyme ist auf einen bestimmten Teil der Nahrung spezialisiert [1]:
Amylase spaltet Stärke – etwa aus Brot, Nudeln, Reis oder Kartoffeln – in kleinere Zuckerbausteine wie Malzzucker. Andere Enzyme im Dünndarm spalten diese schließlich in Traubenzucker (Glukose).
Protease spaltet Eiweiße, zum Beispiel aus Fleisch, Fisch, Eiern oder Hülsenfrüchten. Dabei entstehen kurze Eiweißketten (Peptide) und einzelne Eiweißbausteine (Aminosäuren).
Lipase spaltet Fette, etwa aus Öl, Butter oder Nüssen, in Fettsäuren und Glycerin.
Cellulase spaltet Cellulose in kleinere Zuckerbausteine. Cellulose ist ein pflanzlicher Ballaststoff aus Gemüse und Vollkorn, den der Mensch selbst nicht aufspalten kann.
Laktase spaltet Milchzucker (Laktose) aus Milch und Milchprodukten in Traubenzucker (Glukose) und Schleimzucker (Galaktose).
Wie viel ein Enzym leisten kann, wird nicht in Milligramm, sondern als Aktivität angegeben. Der Hersteller standardisiert DigeZyme® auf folgende Werte:
Tabelle 1: Übersicht Enzyme, Spaltprodukte und dessen Aktivität [1]
|
Enzym |
Spaltet |
Aktivität laut Hersteller (pro Gramm) |
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Amylase |
Stärke |
24.000 DU/g |
|
Protease |
Eiweiße |
6.000 PC/g |
|
Lipase |
Fette |
200 FIP/g |
|
Cellulase |
Cellulose |
1.100 CU/g |
|
Laktase |
Milchzucker |
4.000 ALU/g |
Wie arbeiten Verdauungsenzyme im Körper?
Ihr Körper bildet täglich selbst große Mengen an Verdauungsenzymen. Die Verdauung läuft dabei Schritt für Schritt ab [2]:
- Mund: Der Speichel enthält Amylase. Sie beginnt schon beim Kauen, Stärke zu spalten.
- Magen: Hier startet die Eiweißverdauung. Magensäure und eiweißspaltende Enzyme arbeiten zusammen.
- Bauchspeicheldrüse: Sie gibt Amylase, Lipase und Proteasen in den Dünndarm ab. Dort findet der größte Teil der Verdauung statt.
- Dünndarm: Enzyme in der Darmschleimhaut, etwa Laktase, übernehmen den letzten Schritt. Danach können die Nährstoffe ins Blut übergehen.
Was sagt die Studienlage zu DigeZyme®?
Zu DigeZyme® gibt es bisher zwei doppelblinde und placebokontrollierte Studien am Menschen. Das heißt: Weder die Teilnehmenden noch das Studienteam wussten, wer DigeZyme® und wer das Placebo erhielt. [1, 3]
Tabelle 2: Studienübersicht zu DigeZyme®
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|
Reizmagen-Studie [1] |
Muskelregenerations-Studie [3] |
|
Teilnehmende |
40 Erwachsene mit Reizmagen |
20 gesunde Männer |
|
Dosis |
3 × täglich 50 mg |
3 × täglich 50 mg |
|
Dauer |
60 Tage |
3 Tage |
|
Ergebnis |
weniger Völlegefühl, Blähungen und Oberbauchschmerzen, bessere Lebensqualität |
weniger Muskelschmerzen, Muskeln weniger druckempfindlich |
DigeZyme® bei funktioneller Dyspepsie
Von „funktioneller Dyspepsie“ sprechen Ärzte, wenn jemand immer wieder Magenbeschwerden hat, aber keine organische Ursache gefunden wird. Umgangssprachlich heißt das oft „Reizmagen“. Typisch sind Völlegefühl, frühes Sättigungsgefühl, Blähungen oder Druck im Oberbauch.
In einer Studie erhielten 40 Erwachsene mit Reizmagensyndrom 60 Tage lang DigeZyme®, dreimal täglich 50 mg, oder ein Placebo. [1]
Ergebnis:
- Die DigeZyme®-Gruppe berichtete deutlich weniger Beschwerden als die Placebo-Gruppe, etwa bei Völlegefühl, Blähungen und Oberbauchschmerzen.
- verbesserte Lebensqualität der DigeZyme®-Gruppe
- Nebenwirkungen durch DigeZyme® traten nicht auf.
DigeZyme® und Sport
Eine zweite Studie hat untersucht, ob DigeZyme® bei Muskelkater bzw. Muskelregeneration hilft [3]. Muskelkater entsteht durch kleinste Verletzungen in den Muskelfasern nach ungewohnter Belastung. Er zeigt sich meist erst ein bis zwei Tage später.
In der Studie nahmen 20 gesunde Männer drei Tage lang dreimal täglich 50 mg DigeZyme® oder ein Placebo ein, beginnend einen Tag vor einer anstrengenden Laufbelastung. Danach gaben die Teilnehmer mit DigeZyme® weniger Schmerzen an. Ihre Oberschenkelmuskeln waren zudem weniger druckempfindlich [3]. Bei Muskelkraft, Beweglichkeit und den Blutwerten für Muskelschäden gab es dagegen keine eindeutigen Unterschiede zum Placebo [3].
Die Studie war randomisiert, doppelblind und placebokontrolliert, alle Teilnehmer haben sie bis zum Ende durchlaufen, und es traten keine Nebenwirkungen auf [3]. Noch besser einschätzen ließen sich die Ergebnisse mit größeren Studien, an denen auch Frauen und Menschen unterschiedlichen Alters teilnehmen.
DigeZyme® in Nahrungsergänzungsmitteln
DigeZyme® wird selten allein angeboten. Meist ist es Teil einer Kombination, zum Beispiel mit:
- weiteren Enzymen, etwa aus Ananas (Bromelain) oder Papaya (Papain)
- Bakterienkulturen (Probiotika)
- anderen Pflanzenstoffen oder Nährstoffen
Ein Beispiel aus unserem Sortiment sind KaRaDol® und KaRazym®vegan. Jede Kapsel KaRaDol® enthält 50 mg DigeZyme®, kombiniert mit den Pflanzenenzymen Papain und Bromelain sowie Palmitoylethanolamid (PEA). Auch KaRazym®vegan enthält DigeZyme®: Jede magensaftresistente Kapsel kombiniert 50 mg DigeZyme® mit den Pflanzenenzymen Bromelain (90 mg) und Papain (120 mg), dem Pflanzenstoff Rutin (50 mg) sowie den Spurenelementen Zink, Mangan, Kupfer und Selen. 50 mg DigeZyme® entsprechen der Menge pro Einnahme, die auch in der Studie verwendet wurde. [1]
Für wen eignet sich DigeZyme und was ist zu beachten?
Da DigeZyme® vegan und glutenfrei ist, passt es auch zu einer pflanzlichen oder glutenfreien Ernährung. Achten Sie aber auf die übrigen Zutaten des jeweiligen Produkts, zum Beispiel die Kapselhülle.
Was passiert mit den Enzymen im Magen?
Magensäure kann Enzyme schädigen, weil sie ihre Eiweißstruktur verändert. Tierische Enzyme wie Pankreatin werden deshalb meist in magensaftresistenten Kapseln oder Kügelchen angeboten, die sich erst im Dünndarm auflösen [2]. Die Enzyme in DigeZyme® stammen dagegen aus Pilzen und Bakterien. Solche Enzyme gelten als säurestabiler. Sie können schon im oberen Teil des Magens arbeiten, wo der Speisebrei noch weniger sauer ist [1]. Ob DigeZyme® die Magenpassage vollständig übersteht, wurde allerdings noch nicht direkt untersucht.
Fazit
DigeZyme® vereint fünf Verdauungsenzyme für Stärke, Eiweiße, Fette, Ballaststoffe und Milchzucker – vegan, glutenfrei und mikrobiell hergestellt. Zwei kleine Studien deuten darauf hin, dass der Enzym-Komplex Reizmagen-Beschwerden [1] und Muskelkater nach dem Sport [3] lindern kann. Für sichere Aussagen braucht es jedoch größere, unabhängige Studien. Bei anhaltenden Beschwerden ist der Weg zur Ärztin oder zum Arzt immer der erste Schritt.
Ihre Fragen, unsere Antworten
Ist DigeZyme® vegan und glutenfrei?
Ja. Laut Hersteller werden alle fünf Enzyme mithilfe von Mikroorganismen gewonnen und enthalten weder tierische Bestandteile noch Gluten. Ob ein fertiges Produkt insgesamt vegan ist, hängt zusätzlich von den übrigen Zutaten ab.
Was ist der Unterschied zwischen DigeZyme® und Pankreatin?
Pankreatin wird aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen gewonnen. Es ist als Arzneimittel zugelassen und wird ärztlich verordnet, wenn die eigene Bauchspeicheldrüse zu wenig Enzyme bildet [2]. DigeZyme® stammt dagegen aus Mikroorganismen, ist vegan und wird als Zutat in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet. Es ersetzt kein Pankreatin.
Wann nimmt man Verdauungsenzyme am besten ein?
Verdauungsenzyme sollen die Nahrung spalten, die gerade im Magen ist. Deshalb nimmt man sie in der Regel direkt zu einer Mahlzeit ein. In den Studien zu DigeZyme® nahmen die Teilnehmenden dreimal täglich 50 mg [1, 3] ein. Je nach Produkt kann auch eine Einnahme variieren und auch etwa 30 Minuten vor oder 2 Stunden nach dem Essen empfohlen sein. Halten Sie sich daher an die Verzehrempfehlung auf der Packung.
Welche Nebenwirkungen können Verdauungsenzyme haben?
In beiden Studien zu DigeZyme® traten keine Nebenwirkungen auf, die auf das Präparat zurückgingen [1, 3]. Bemerken Sie nach der Einnahme Beschwerden, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke.
Quellenverzeichnis
Majeed M, Majeed S, Nagabhushanam K, Arumugam S, Pande A, Paschapur M, Ali F. Evaluation of the Safety and Efficacy of a Multienzyme Complex in Patients with Functional Dyspepsia: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Study. J Med Food. 2018 Nov;21(11):1120-1128. doi: 10.1089/jmf.2017.4172 PubMed PMID: 3015643
Ianiro G, Pecere S, Giorgio V, Gasbarrini A, Cammarota G. Digestive Enzyme Supplementation in Gastrointestinal Diseases. Curr Drug Metab. 2016;17(2):187-193. doi: 10.2174/138920021702160114150137 PubMed PMID: 26806042
Majeed M, Siva KA, Shaheen M, Priti V, Kiran KV. Multi-Enzyme Complex for the Management of Delayed Onset Muscle Soreness after Eccentric Exercise: A Randomized, Double Blind, Placebo Controlled Study. Sports Nutr Ther. 2016;1(3):113. doi: 10.4172/2473-6449.1000113 [nicht in PubMed gelistet]

